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Was steckt hinter Factoring?
Was steckt hinter Factoring?
Time icon 4 May 2018, 11:05 am

Beim sogenannten Factoring verkauft ein Unternehmen Forderungen, die aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen entstanden sind, an ein Factoringinstitut. Bei diesem können noch unbezahlte Rechnungen eingereicht werden, um Außenstände schneller zu decken. Denn Kunden haben häufig die Möglichkeit, offene Beträge erst nach 30 oder 60 Tagen zu begleichen. Dadurch muss das Unternehmen auf die Zahlungen warten und kann sie erst später verbuchen. Factoring überbrückt diesen Zeitraum.

 

Welche unterschiedlichen Arten des Factorings gibt es?

Wenn der sogenannte Factor das Delkredererisiko, also das Risiko eines möglichen Forderungsausfalles, übernimmt, handelt es sich um ein echtes Factoring. Ist das nicht der Fall, muss der Forderungsverkäufer selbst für die Bezahlung der Rechnungen haften. In einer solchen Situation wird von einem unechten Factoring gesprochen. 

Von Standardfactoring wird gesprochen, wenn der Factor neben der Delkrederefunktion auch die Finanzierungs- und die Dienstleistungsfunktion übernimmt. Es kann auch zu Situationen kommen, in der der Debitor gar nicht über einen solchen Vorgang informiert wird. Allerdings kann dieses stille Factoring zu einem offenen Factoring werden, wenn es zum Inkassofall kommt – etwa durch Insolvenz des Forderungsverkäufers oder Debitors.

Beim Full-Service-Factoring übernimmt die Factoringgesellschaft folgende Aufgaben innerhalb eines Unternehmens: die Debitorenbuchhaltung, das Mahnwesen und auch das Inkasso. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass diese Verwaltungsaufgaben intern von Mitarbeitern der Firma erledigt werden. Dann wird von einem sogenannten Inhouse Factoring gesprochen. 

 

Welche Vor- und Nachteile hat das Factoring?


Vorteile sind:

  • Liquidität des Unternehmens wird verbessert,
  • höhere finanzielle Flexibilität,
  • das Unternehmen kann unabahängig von Zahlungszeiträumen agieren,
  • höhere Konkurrenzfähigkeit durch längere Zahlungsziele,
  • weniger Arbeit in der Verwaltung.

 

Nachteile sind:

  • bei offenem Factoring Gefahr der Rufschädigung,
  • bei unechtem Factoring bleibt das Risiko eines eventuellen Zahlungsausfalles beim Unternehmen.
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