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EU lehnt Brexit-Plan für Banken ab 
EU lehnt Brexit-Plan für Banken ab 
Time icon 8 February 2018, 11:02 am

Die Vertreter der Europäischen Kommission haben den Vorschlag der City of London abgelehnt, nach dem geplanten Brexit ein Freihandelsabkommen mit Finanzdienstleistern zu unterzeichnen. Für eines der beiden weltweit führenden Finanzzentren bedeutet dies einen schweren Schlag für Großbritanniens Hoffnungen auf uneingeschränkten Zugang zu EU-Märkten. 

Die Entscheidung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Bedingungen für London, um mit Europa Handel zu treiben, mutmaßlich verschlechtern werden und könnte die Inkraftsetzung von Notfallplänen beschleunigen, mehr Geschäfte und Unternehmungen von London auf den europäischen Kontinent zu verlagern. 
 

Nach dem Brexit kein Handel ohne Barrieren mehr

Nachdem Großbritannien im Juli 2016 beschloss, die EU zu verlassen, haben einige der mächtigsten Finanzunternehmen der Welt mit Sitz in London nach einem Weg gesucht, um den bestehenden grenzüberschreitenden Handel nach dem Austritt Großbritanniens aus der Union im Jahr 2019 zu bewahren. Von zwei Personen, die, an den Sitzungen teilnahmen, sollen Beamte der Exekutive der Europäischen Union britischen Finanziers in den letzten Wochen entsprechende Unterrichtung erhalten haben. Demnach würden sie einer Vereinbarung, welche es Finanzunternehmen erlauben würde, auf den Märkten der anderen ohne Barrieren zu agieren, nicht zustimmen – insbesondere, nachdem Großbritannien den europäischen Binnenmarkt verlassen wird.

Der strittige Plan der Stadt London schlug vor, dass Großbritannien und die EU den grenzüberschreitenden Handel mit Finanzdienstleistungen unter der Bedingung zulassen würden, dass jede Seite die regulatorischen Standards im Einklang mit den vorherrschenden internationalen Standards beibehält. Dieses Modell würde durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsbehörden und Finanzpolitikern aufrechterhalten werden. Dies wurde sogar vom britischen Brexit-Minister David Davis gebilligt. Doch die EU-Beamten lehnen jedes Handelsmodell ab, bei dem Großbritannien nach dem Verlassen des Binnenmarktsystems ein ähnliches Marktzugangsniveau beibehalten würde wie zuvor. 

 

Das britische Pfund sinkt weiter im Wert

In der Folge sank Ende Januar 2018 das Pfund Sterling gegenüber Dollar und Euro, nachdem bekannt geworden war, dass dieser Plan abgelehnt wurde. Der britische Finanzminister Philip Hammond warnte außerdem davor, dass die Schädigung des Londoner Finanzplatzes Geschäfte nach New York und Singapur treiben würde, was zum Nachteil von ganz Europa sei. Er forderte ein maßgeschneidertes Handelsabkommen mit der EU.

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