Facebook iconTwitter icon
B2B-Network:
Die Banker kommen: Frankfurt geht ins Rennen um das nächste Banking-Zentrum
Die Banker kommen: Frankfurt geht ins Rennen um das nächste Banking-Zentrum
Time icon 3 July 2017, 11:26 am

Noch ist das Rennen um die nächste europäische Finanzhauptstadt nicht entschieden. Doch die ersten Banken haben nun Frankfurt am Main als neuen Firmenstandort bekannt gegeben.

 

Erste Zusagen kommen aus Japan

Die ersten konkreten Zusagen stammen von Daiwa Securities, Nomura und Goldman Sachs. Nach diesem Überschreiten des Rubikons werden sicherlich bald weitere Banken nachziehen. Frankfurter Immobilienkreise verlauteten, dass zahlreiche Banken mit sehr konkreten Aufträgen auf der Suche seien. Verschiedene Verträge seien sogar schon unterschriftsreif. Und die deutsche Finanzaufsicht Bafin bestätigte, dass sie bereits mit mehr als 20 Banken Gespräche zu Lizenzen geführt habe. Die Bafin geht davon aus, dass Anträge dafür aktuell vorbereitet und im zweiten Halbjahr 2017 eingereicht werden würden.

Zu den Geldhäusern, die sich aktuell auf der Suche befinden, zählen unter anderem auch JP Morgan, die Citigroup und die Mitsubishi Bank. Auch die Deutsche Bank könnte einen Großteil ihrer Mitarbeiter an den Firmenhauptsitz nach Frankfurt holen.

 

Flächen für die bis zu 5000 neuen Arbeitsplätze befinden sich sogar schon im Bau

Der Flächenbedarf in der Stadt am Main wird daher aktuell auf etwa 150.000 bis 200.000 Quadratmeter Bürofläche geschätzt. Die im Bau befindlichen Wolkenkratzer Winx, Marienturm und Omniturm kommen damit gerade richtig zum Brexit, um den Bedarf zu decken. Allerdings mietet sich üblicherweise nur eine Bank pro Turm ein. Konkurrenzschutzklauseln gebieten dies zumeist.

Auch wenn die Finanzhäuser ihre Niederlassungen in London wohl nicht komplett verlassen werden, geht die UBS Europe von einem deutlichen Anstieg in Frankfurt aus. In den nächsten zwei Jahren könnten so 3000 bis 5000 neue Stellen entstehen. Darunter vor allem Risikomanager, Wertpapierhändler und IT-Experten.

Der volle Effekt des Brexits könnte dann in etwa fünf Jahren zutage treten, wenn alle Abwanderungen durchgeführt und die Mitarbeiterzahlen der Banken angepasst worden sind. Ein Abschwenken auf andere europäische Städte wie Dublin, Paris oder Warschau ist allerdings immer noch möglich.

Schreiben Sie einen Kommentar
Angezeigter Name*
E-Mail*
Passwort*
Passwort bestätigen*


I agree to the Terms and conditions
I would like to receive the newsletter
» Kommentar absenden
Loader