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Niedrigzinsen lassen Banken kreativ werden
Niedrigzinsen lassen Banken kreativ werden
Time icon21 April 2017, 16:28 pm

Wo die Not drängt, da wird Tollkühnheit zur Klugheit." Dieses Zitat von Machiavelli passt derzeit zu vielen Banken, denen wegen des gegenwärtigen Zinstiefs die Gewinne wegbrechen. Filialschließungen, die besonders die Kundschaft auf dem Lande zu spüren bekommt, sind die eine Seite der Medaille. Die andere sind Gebührenerhöhungen, die jene Kunden verprellen, die bisher die Bank ihres Vertrauens vorort einer Direktbank vorgezogen haben.

An Aufschläge für Barabhebungen an fremden Bankautomaten und horrende Dispozinsen auf das Girokonto hat die Kundschaft sich ebenso gewöhnt wie an kostenpflichtige Konten. Allerdings liegt für viele Kontoinhaber die Schmerzgrenze bei einer Preiserhöhung von maximal 20 Prozent. Zusätzlich Verwirrung stiften die unterschiedlichen Kontovarianten. Drei, vier oder gar fünf Möglichkeiten sind inzwischen keine Seltenheit mehr.

 

Abhebungen sollen möglichst vermieden werden

An dieser Stelle endet der Erfindergeist der Banken jedoch noch lange nicht, um die Kosten zu drücken und die Einnahmenseite zu verbessern. Der neueste Trend geht dahin, Gebühren fürs Geldabheben zu verlangen. Kritiker befürchten gar das Verschwinden aller Geldautomaten. Für die Banken könnte es sich allerdings auszahlen, wenn der Kunde ganz auf Bargeld verzichtet und seine Einkäufe mit Kreditkarte begleicht. 

 

Wechselstimmung bei Kunden steigt

Marktforscher von YouGov haben 3000 Bankkunden nach ihrer Wechselstimmung befragt. Demnach hat jeder zehnte Befragte in den letzten zwölf Monaten seine Hauptbankverbindung gewechselt. Der Anteil der Wechsler hat sich damit innerhalb eines Jahres verdoppelt. Beliebt sind die Direktbanken, die nach wie vor allenfalls für den Dispo Zinsen verlangen.

Wer seiner Hausbank die Treue hält, wird sich langfristig auf dauerhaft höhere Gebühren für verschiedene Dienstleistungen einstellen müssen. Michael Kemmer, Geschäftsführer des privaten Bankenverbandes, meinte zu dem Thema: „Die Zeiten einer Kostenloskultur sind wahrscheinlich schon vorbei.“ 

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